Der ISO-Wert - fotogreasy.de

So ziemliche jede Kamera besitzt eine ISO-Automatik. Mit der ISO-Automatik wird dem Fotografen und vor allem einem Neuling schon einiges abgenommen. Denn solange die ISO-Automatik aktiv ist, musst du dich darum nicht kümmern und kannst dich voll und ganz auf das Fotografieren von deinen Motiven konzentrieren. Bei fortgeschrittenen Fotografen ist das nicht immer der Fall, dass du dich auf die ISO-Automatik verlässt, denn es gibt einige Fälle bei denen du gern ein anderes Ergebnis erzielen möchtest. In diesen Fällen musst du den ISO-Wert manuell einstellen. Doch Obacht, bei hohen ISO-Werten kommt es verstärkt zu einem unschönen Bildrauschen. Mit guten Kameras ist es, ohne weiteres möglich auch bei ISO-Werten über 1600 sehr gute Bilder zu erstellen. Der Vorteil eines sehr hohen ISO-Wertes ist, dass auch bei schlechten Lichtverhältnissen sehr gute Bilder entstehen können.
Bei einem Fotospaziergang sollte es auch für jeden Fotografen die Pflicht sein, mit einem niedrigen ISO-Wert zu starten und diesen dann peu á peu zu steigern. Es ist auch sinnvoll, dass ein Motiv mit verschiedenen Einstellungen aufgenommen wird. In der anschließenden Sichtung am PC können dann die feinen Nuancen zwischen den einzelnen Einstellungen besser betrachtet werden. So ist es auch, dass viele Bilder, die auf dem Kameradisplay nicht so richtig gut aussehen, noch ihren vollen Charme entfalten und für positive Überraschungen sorgen. Mit dem Rohdatenformat (RAW) kann das Bildrauschen besser beobachtet werden, da hier die unbearbeiteten Daten die Grundlage bilden. Beim Umwandeln der Bilder vom RAW in das JPG Format wirkt immer eine gewisse Rauschunterdrückung.
Um für den richtigen ISO-Wert bzw. überhaupt erst einmal für den ISO-Wert ein Gefühl zu bekommen, wie dieser in verschiedenen Situationen wirken kann, gibt es eine einfache Möglichkeit dies nachzuvollziehen. Bei den meisten Kameras und vor allem bei der Nikon D5300 ist es möglich, dass die Aufnahmeeinstellungen nach dem Auslösen auf dem Display angezeigt werden. Somit kann mit Hilfe des Automatik-Modus der Kamera viele verschiedene Bilder mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen aufgenommen werden. Beim anschließenden betrachten der Kameraeinstellungen wird es dich überraschen, wie dunkel oder hell es für die Kamera wirklich ist und welcher ISO-Wert in diesen Situationen genommen wird.

[Quelle: Jaqueline Esen: Der große Fotokurs, Rheinwerk Fotografie, 2016, S.100-103 ]*